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Artgerechte Ernährung

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Wie auch beim Menschen ist die Ernährung des Hundes dirket mit dem Gesundheitszustand verbunden. Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen die Folgen falscher Ernährung:  Übergewicht, mangelnde Vitälität, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Krebs, Diabetes, Allergien, Karies etc. Unsere Hunde sind in gleicher Weise betroffen wie wir Menschen. Gesunde Ernährung beugt vielen Krankheiten vor, verringert bereits vorhandene Krankheitssymptome und ist die Grundlage einer guten Lebensqualität.

Verführung durch die Werbung

Die Werbung "verkauft" uns z.B. auch, wie gesund ein Kinderschokoladensnack ist... mit guter Milch, Nüssen und tollem Honig... eine ideale Mahlzeit für unterwegs! Was uns die Werbung verschweigt ist, dass in diesem Kindersnack soviel Fett enthalten ist, dass der Tagesbedarf an Fett für ein Kind damit bereits abgedeckt ist, das Kind zuviel Zucker zu sich nimmt, der Snack in geringen Mengen Alkohol enthält sowie zahlreiche krebseregende Farbstoffe und Geschmacksverstärker.

Damit verkünde ich nichts neues! Leider sind einige  Hundebesitzer sehr leichtgläubig gegenüber der Hundefuttermittelindustrie, wie gut des angepriesene Futter für den flauschigen Liebling ist.  Dass  viele der angebotenen Hundefutter-Produkte aus synthetische Zusätzen, Geschmacksvestärkern, "Abfall" aus der Pflanzen- und Fleischverwertung, teilweise Rohöl und billigen Füllstoffen (Sattmachern) besteht,  wissen nur die wenigsten. Viele Hundebesitzer würden in Ohnmacht fallen, wenn sie wüssten was sie ihrem Hund täglich zu Fressen geben.

Warum Artgerechte Ernährung?

Artgerechte Ernährung bedeutet, auf die Bedürfnisse einer Art ausgerichtet. Beispiel: Getreide! Für den Menschen ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Sein Verdauungsapparat ist auf Getreide vorbereitet. Der Verdauungsapparat von Hunden ist auf 60-80% Fleisch und 20-40% vorverdaute Pflanzen eingerichtet. Der Schlüsselreiz für die Produktion von Magensäften ist Fleisch. Für die Aufnahme von Getreide ist das Magen-Darm-System des Hundes ungeeignet. Außerdem besteht ein Verdacht über einen Zusammenhang von Getreidefütterung und Krebserkrankungen beim Hund, sowie Getreide als Auslöser von Allergien und die Verschlechterung der Symptome bei Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen, Arthrose und Epilepsie. Handelsübliches Hundefutter hat häufig nur einen geringen Fleischanteil (4 - 30%) und hohen Getreideanteil. Eine genaue Betrachtung der weiteren Inhaltsstoffe sorgt oft zusätzlich für gesträubtes Nackenhaar beim Hundehalter. Das Zucker, Farbstoffe, Caramell, pflanzliche- und tierische Nebenerzeugnisse nicht im Hundefutter oder in Leckerchen enthalten sein dürfen versteht sich von selbst. (Tierische Nebenerzeugnisse sind u.a. Hufe, Federn, Haare, Haut, Euter, Knochen oder Blut, teilweise zählen in der Kategorie 3 auch Küchenabfälle dazu). Als Nahrungsergänzung in geringen Mengen sind Knochen und Blut geeignet, aber als Hauptbestandteile der Hundeernährung mehr als schlecht. Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind u. a.  Rübenschnitzel, Erdnussschalen, Melasse. Wer würde seinem Hund schon wissentlich einen Napf mit Federn, Schnäbeln, Erdnussschalen und Rohöl vorsetzen? Hoffentlich Niemand!

Mit der Domestikation des Hundes hat sich sein Verhalten stark verändert. Die Anforderungen an die Nahrung sind aber noch bei allen Kaniden gleich, auch bei unseren Familienhunden. Gesunde Ernährung sollte also spezialisiert auf das jeweilige Lebewesen sein, frei von syntetischen krebserregenden Stoffen und frei von Abfallprodukten.

 

Für uns gibt es 3 Möglichkeiten der gesunden Ernährung von Hunden (und Katzen):

  • Das Futter selbst zuberteiten: BARFen (Biologisch artgerechte Fütterung) oder NDF (Natural Dog Food)
  • Die Alternative des "fertigen" NDF
  • Die Fütterung von hochwertigem Fertigfutter ohne Getreide mit einem Fleischanteil von 60% - ohne Abfallprodukte (in der Regel nur als Dosenfutter erhältlich)

NDF oder BARFen

Dies bedeutet die Rohfütterung aller Zutaten. Beispiel für eine Mahlzeit: pürrierte Banane und Zucchini  mit gewolften Lammherzen, Lachsöl und 2 Walnüssen. (Auf Getreide wird verzichtet. Dem Futter kann eingeweichtes Amaranth oder Hirse beigefügt werden. Verfüttert wird u. a. Geflügel, Lamm, Ziege, Reh, Kaninchen, Fisch, Leinöl, Walnussöl, Lachsöl, Hüttenkäse, Walnüsse, Haselnüsse, Eier, Spirulina, Algenkalk, Propolis, Kieselerde, Pfefferminze, Schwarzkümmelmehl, Kürbis, Zucchini, Apfel, Banane, Birne, Rote Beete, Grünlippmuschel, Brombeere, Pastinake, Karotte, Rübe, Spinat.)

"Fertiges" NDF

Bei "fertigem"  NDF handelt es sich um eine fertige Mischung aus Gemüse, Obst und Kräutern (evtl. Amaranth oder Hirse). Die Mischung wird 15 Minuten in etwas Wasser eingeweicht und beispielsweise mit Muskelfleisch vom Rind, Algenkalk, Grünlippmuschel (im Zoofachhandel gibt es tiefgefrorenes Fleisch extra für die Rohfütterung) und mit Lachsöl ergänzt. Die Zubereitung ist einfach und der Zeitaufwand gering. Die Anschaffung einer Gefriertruhe ist nicht unbedingt notwendig. Wer über keine Gefriertruhe verfügt, kann im BARF-Handel Trockenfleisch erwerben. Bei Interesse an der Rohfütterung muss sich vorher mit der Zusammensetzung der Nahrung auseinandergesetzt werden, danach ist die Umsetzung sehr leicht. Es besteht auch die Möglichkeit sich kostenlos von BARF-Experten individuell für den eigenen Hund einen leichten Ernährungsplan erstellen zu lassen oder es können individuelle Mischungen bereits fertig (mit Trockenfleisch) geliefert werden.  Die Kosten sind mit hochwertigem Trockenfutter vergleichbar.

  • Buch-Tipp: "Natural Dog Food" - Rohfütterung für Hunde - Ein praktischer Leitfaden von Susanne Reinerth ISBN-Nr. 3-8334-3063-X
  • Wir bieten BARFen in der Theorie und Praxis an (weitere Infos unter "Erziehung - Informationsveranstaltung 3")!

Hochwertiges Futter ohne Getreide und ohne Abfallprodukte

 

Zum Schluss

Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie  liebend gerne unsere Hunde ihr frisches Fleisch mit frischem Gemüse genießen... und es ist immer wieder eine große Erleichterung zu wissen, was wir ihnen ruhigen Gewissens geben.

 

 

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